Verraten und verkauft

„Die Nacht, in der Merkel verlor“ – mit diesen und ähnlichen, teils drastischen Überschriften wurde in den nationalen und internationalen Medien das Ergebnis der Brüsseler Verhandlungen von Donnerstagnacht betitelt. Doch was war geschehen, wie konnte es dazu kommen, dass die südeuropäischen Länder erstmals seit Beginn der Eurokrise ernsthafte Zugeständnisse in Form lockererer Auflagen für den Fall einer Inanspruchnahme finanzieller Unterstützung erpressen konnten?

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Griechenland: Niemand soll sagen, er hätte es nicht gewusst

Die Staatsschuldenkrise in Griechenland bildete im Frühjahr 2010 den Ausgangspunkt für eine umfassende Vertrauenskrise im Euro-Raum, die alles andere als überwunden ist. Ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone war zu diesem Zeitpunkt undenkbar – die Folgen für ganz Europa waren nicht abzusehen.

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Sparen ist Wachstumspolitik! Deutschland und Frankreich dürfen sich nicht gegenseitig bremsen

Zwei wichtige Wahlen in Europa liegen hinter uns. In Frankreich ist der Sozialist François Hollande zum neuer Präsidenten gewählt worden, in Griechenland haben die Parteien, die für die Umsetzung der Reform- und Sparmaßnahmen stehen, keine eigene Mehrheit mehr bekommen. Der neue französische Präsident hat im Wahlkampf angekündigt und bei ersten offiziellen Auftritten bekräftigt, dass er zur Bekämpfung der Schuldenkrise den Fokus stärker auf Wachstum richtet als sein Vorgänger Nicolas Sarkozy und auch Nachbesserungen zum Fiskalpakt erreichen will. Nur leider definiert er Wachstumsförderung vor allem als schuldenfinanziertes Konjunkturprogramm.

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