Pille danach – Beratung in der Praxis und nicht am Apothekenschlitz

Wer an Smarties denkt, der denkt an die leckeren, bunten Schoko-Linsen. Wenn ich an Smarties denke, denke ich an meinen ersten Twitter-Shitstorm. Wieso? Ein Blick zurück in die Vergangenheit: Im Februar letzten Jahres hat der Ausschuss für Gesundheit empfohlen die Rezeptpflicht für die “Pille danach“ beizubehalten. Als Reaktion darauf habe ich getwittert, dass ich diese Empfehlung befürworte. Schließlich sei die “Pille danach“ ja kein Smarties. Nach dem die Bundesregierung dann im Mai den Antrag, die Rezeptpflicht aufzuheben, endgültig abwies, erfuhr mein Tweet aus dem Februar eine Renaissance: Nur anstatt Süßes gab es mehrheitlich Saures. Das wiederholt sich gerade wieder, denn die Diskussion ist nun, ein Jahr später, auf ein Neues entfacht.

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Einfach nur mehr Geld ist keine tragfähige Lösung

Das deutsche Gesundheitswesen steht derzeit finanziell auf einer sehr soliden Basis. Das ist eine gute Nachricht – jedoch weckt sie Begehrlichkeiten auf allen Seiten. Nach Abschaffung der Praxisgebühr, mit der schon zwei Milliarden Euro pro Jahr fehlen, fordern derzeit alle, ob Ärzte, Apotheker, Pharmaindustrie, Krankenhäuser oder auch Patientenverbände aktuell mehr Geld. So aber würden die bescheidenen Rücklagen, die wir derzeit haben, Stück für Stück abgeschmolzen, anstatt für schlechtere Zeiten vorzusorgen. Denn die kommen sicher. Es wäre doch nicht schlecht, endlich mal eine Legislaturperiode ohne neue Einspargesetze beginnen zu können.

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