Sozialpopulismus

Nochmal kurz die Fakten: Der erste Rentner wird 2029 mit 67 in Rente gehen, ab 2012 wird das Renteneintrittsalter jährlich um einen Monat nach hinten verschoben. Das wird nötig, weil wir Deutschen weniger und älter werden. Die Alternative – enorme Steigerung des Beitragssatzes oder drastische Rentenkürzung – kann niemand wollen. Ein Übergang von 17 (!!!) Jahren lässt allen Beteiligten ausreichend Zeit, sich darauf einzustellen. In Griechenland, Spanien oder Italien geschieht das alles in sehr viel kürzerer Zeit. Die Zumutungen für die Menschen sind weitaus größer – weil die Politik eben nicht rechtzeitig und vorausschauend gehandelt hat.

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Politik ist keine Frage des Alters, sondern eine Frage von starken Nerven

Jetzt heißt es wieder, die Jungen könnten es nicht. Diese Feststellung im Grundton der Überzeugung ausgesprochen konnte hören, wer nach dem Rücktritt von Christian Lindner als FDP-Generalsekretär offenen Ohres durchs politische Berlin ging. Nach dem Rücktritt von Karl-Theodor zu Guttenberg fühlen sich viele Altvordere zum zweiten Mal binnen kurzer Zeit in ihrem pauschalen Urteil bestätigt. Insofern zieht der Rücktritt nicht nur die FDP, sondern auch alle Politiktreibenden diesseits von mindestens 50 Lebensjahren mit runter. Dabei ist das keine Frage des Alters, sondern eine Frage von starken Nerven. Da muss man nur an Lafontaines oder Horst Köhlers Abgang denken.

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